Seit 1997. Über 2,4 Millionen Besuche.
Und wir haben gerade erst angefangen.
Wie alles begann
Nach der Wende veränderte sich Mühlhausen schnell. Arbeitsplätze verschwanden, Perspektiven brachen weg. Viele Jugendliche fanden keinen Halt mehr. Volker Schröder sah das, und er konnte nicht einfach zusehen.
Die Idee war so einfach wie sie radikal war: einen Ort schaffen, an dem junge Menschen nicht abrutschen, sondern wachsen. Keinen Aufbewahrungsort, sondern ein Zentrum, das stärkt, statt zu belehren.
1997 begann der Aufbau. In einer dreigeteilten Industriehalle, mit Fördermitteln des Landes Thüringen, mit Freunden, Vereinsmitgliedern und einer Menge Eigenleistung. Die erste Rampanlage umfasste 2.400 m². Skateboards, BMX, Inlineskates, Stunt Scooter. Und manchmal sogar Performance Wheelchairs.
Was aus einer Idee wurde
2,4 Mio.
Besuche seit der Gründung. Die Stadt glaubte es nicht und installierte eigene Frequenzzähler. Die Zähler bestätigten es.
360 Tage
Geöffnet. Jedes Jahr. Ohne Ausnahme. Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag.
4 Meter
Höhe der Monster Master. Die höchste Indoor-Halfpipe Europas steht in Mühlhausen.
Heute umfasst die Anlage 4.500 m², beherbergt jährlich nationale und internationale Wettkämpfe und zieht Gäste aus ganz Europa an. Familien aus Dänemark, Schweden, Spanien. Ein Niederländer kam dreimal auf dem Rückweg vorbei. Eine Familie zog aus Peru nach Mühlhausen, damit ihr Kind hier skaten kann.
Das ist kein Marketing. Das sind Besucher, die abstimmen, mit den Füßen.
Wofür wir hier sind
Volker Schröder hat die Halle nicht gegründet, um einen Sportbetrieb zu führen. Er hat sie gegründet, weil er gesehen hat, was passiert, wenn Jugendliche keinen Ort haben, der sie auffängt. Nach der Wende war diese Leere in Mühlhausen mit Händen zu greifen. Perspektivlosigkeit, Frust, keine Anlaufstelle.
Die Halle war die Antwort darauf. Und sie ist es bis heute.
Hier fahren Kinder, deren Eltern nicht dabei sein können. Jugendliche, die aus schwierigen Verhältnissen kommen und hier zum ersten Mal erleben, was es bedeutet, über sich hinauszuwachsen. Was es bedeutet, gesehen zu werden.
Eintritt zahlt, wer kann. Wer nicht kann, findet trotzdem einen Weg rein. So war es von Anfang an, und so bleibt es.
Das ist kein Sozialkonzept. Das ist Überzeugung.
